Unterrichtsmodule im Schuljahr
Bereits stattgefundene Module im Schuljahr 2025/26
Aussaat von alten Getreidesorten
Die Drittklässler der Naturparkschule Hilpertsau wanderten in diesem Jahr wieder zum Backhiesl in Hilpertsau, um dort mit Hilfe des Obst- und Gartenbauvereins im Holzofen Brot zu backen.
Um den Kindern einen Überblick über den gesamten Ablauf von der Aussaat, über die Wachstumsphase, der Reife des Korns, dem Aussehen der Ähren und der Ernte zu geben, haben die Lehrer mit den Kinder auf einem der schuleigenen Hochbeete Getreide angebaut. Ausgesät wurde dabei eine Sorte namens ‚Schwarzer Samtemmer‘, eine alte Sorte, die von den ‚modernen‘ Sorten wie Weizen, Roggen und Gerste verdrängt wurde. Natürlich wird die Menge für alle Kinder nicht ausreichen und auch das erforderliche Dreschen und Mahlen der Körner wird sich nicht realisieren lassen, aber es soll doch auch eine zugekaufte alte Getreidesorte zum Backen genutzt werden. Als kleiner Farbtupfer wurden auch noch Kornblumen gesät und jetzt warten die Kinder geduldig auf das Keimen des Saatgutes.
Fledermäuse in der Natur erleben
Ein spannendes Erlebnis hatten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Naturparkschule Hilpertsau. Nach einigen vorbereitenden Informationen im Unterricht durch die Klassenlehrerin kam Stefan Eisenbarth als anerkannter Fledermaus Experte in die Klasse und erzählte den Kindern viel Interessantes über die Lebensweise der Fledermäuse. Wie jedes Jahr waren die Tierexponate, der Fledermauskot und die Geschichten über die Vampirfledermaus für die Schülerinnen und Schüler das Highlight des Theorieunterrichts. Abends ging es dann ins Reichenbachtal, wo durch sogenannte Bat-Detektoren die Jäger der Nacht aufgespürt wurden, weitere Erklärungen durch die Waldpädagogin Manuela Riedling ließen dabei keine Fragen offen. Nach aufregenden zwei Stunden war der Parkplatz und die wartenden Eltern wieder erreicht.
In der Reichentaler Kelter
Die Kinder der 3. Klasse der Naturparkschule Hilpertsau haben die Streuobstwiesen in Reichental besucht und mehrere Säcke Äpfel gesammelt. Zurück in der Kelter wurden aus diesen Äpfeln toller frischer Apfelsaft gepresst. Unterstützt vom Obst und Gartenbauverein Reichental lernten sie dabei viel über den Anbau und die Pflege der vielen Apfelsorten ihrer Heimat. Eine Verkostung mit Äpfeln aus dem Supermarkt und ein Vergleich mit einem Apfelgetränk aus Apfelsaftkonzentrat aus dem Supermarkt machten die Geschmacksunterschiede deutlich. Jedes Kind durfte dann noch eine Flasche mit Apfelsaft mit nach Hause nehmen.
Frostige Temperaturen beim Brotbacken am Backhiesl
Kalt war es, als sich die Kinder der 3. Klasse der Grundschule Hilpertsau auf dem Weg zum Backhiesl machten. Dort war der Ofen vom OGV Hilpertsau schon angeheizt und man konnte sich an der Glut ein wenig aufwärmen. Unter der Anleitung von Tatjana Seyfried wurde der Teig abgewogen und noch einmal kräftig durchgeknetet, bevor der Ofen von der Glut gesäubert und nass ausgewischt wurde.
Die Brote wurden in den Backraum eingeschossen und während die Brote gebacken wurden, lernten die Kinder allerlei über die Schritte, die benötigt werden, um aus Getreide ein Brot zu backen.
Mit Hilfe von Pflastersteinen wurde Mehl gemahlen und ein kleiner Quiz über Getreidesorten ergänzte das Programm. Jedes Kind und die Betreuer durften zum Anschluss noch ein Brot nach Hause nehmen.
Mit dem Förster in den Wald
Die Kinder der 2. Klasse der Naturparkschule Hilpertsau waren schon öfters im Wald gewesen, dieses Mal aber trafen sie sich dort mit einer Försterin, die ihnen insbesondere die Baumarten Buche, Esskastanie, Tanne und Kiefer nahe brachte.
Durch viele Spiele und Mitmachaktionen konnten die Kinder lernen, die einzelnen Bäume zu unterscheiden. Blätter, Früchte, Rinde und Wuchsform halfen bei diesem Vorhaben.
Unter anderem wurde ein Bild eines Baumes aus Objekten des Waldes gelegt und durch ein ‚Waldmemory‘ ähnliche Pflanzenteile gefunden.
Auf dem Rückweg wurden noch Kastanien gesammelt, die in der Schule weiterverarbeitet werden sollen.
Könige des Waldes
Die Kinder der ersten Klasse der Grundschule Hilpertsau waren mal wieder im Wald unterwegs und lernten durch die Anleitung einer Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin viel über das richtige Verhalten im Wald kennen. Auch die Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Erfühlen wurden geschärft. Es blieb aber noch Zeit einen Damm zu bauen und für die mitgebrachten Kronen allerlei Blätter, Blumen und Zweige zu sammeln. So hatte dann jedes Kind beim Nachhausegehen eine individuelle Krone erstellt, auf die sie mit Recht stolz sein konnten
Kinder als Restaurantbesitzer und Spitzenköche
Die Kinder der 4.Klasse der Grundschule Hilpertsau haben über 4 Tage hinweg viel über das regionale und saisonale Kochen in einem fiktiven Naturparkrestaurant gelernt. Angefangen mit dem Riechen, Schmecken, Fühlen und Erkennen gesunder Lebensmittel, über die Bedeutung regionaler und saisonaler Einflußfaktoren bis zu ihren wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Eiweiße, Fetten und Kohlenhydrate gab es viel Neues und Interessantes zu entdecken. Ausgearbeitet und angeboten wurde diese Veranstaltung vom Naturpark Nordschwarzwald, der auch einen Mitarbeiter als Moderator zur Verfügung stellte. Natürlich wurde auch lecker gekocht und gemeinsam gegessen. Ausgestattet mit diesem Wissen hatten die Kinder am letzten Tag die Aufgabe ein fiktives Naturparkrestaurant zu entwickeln und es mit Hilfe digitaler Medien zu präsentieren. Dem so erdachten Restaurant ‚Wir sind Schwarzwald‘ wäre sicher auch in der realen Welt ein großen Erfolg beschieden.
Toller Besuch vom Luchs Beauftragten
Der ehemalige Wildtierbeauftragter von Rastatt Martin Hauser besuchte die Grundschule Hilpertsau, die sich selber als Luchsschule bezeichnet. Neben einem entsprechenden Logo auf der Homepage findet man den Luchs in vielfältiger Art und Weise im Schulgebäude verteilt. Sei es als Foto, als Luchsmaske aus Papier oder als Modell in der Bibliothek. Martin Hauser als ehemaliger Wildtierbeauftragter ist immer noch für sein Lieblingstier dem Luchs im Landkreis unterwegs und gibt seine Erfahrungen und Erlebnisse an interessierte Kinder weiter. Alle 4 Klassen hörten zeitversetzt und interessiert den Ausführungen zu. Besonders interessant war es für die Kinder, mittels Aufnahmen von Wildtierkamers das Jagdverhalten der Tiere zu beobachten. Sieben Luchse durchstreifen zur Zeit den Nordschwarzwald. Von einem dieser Luchse hatte H.Hauser sogar ein Sender-Halsband dabei und erklärte, wie die Förster und Wissenschaftler damit die Luchse überwachen können. Besonders die 4.Klasse war Feuer und Flamme, denn nächste Woche geht es auf den Kaltenbronn zu einer weiteren Informationsveranstaltung namens ‚Dem Luchs auf der Spur‘, die dann aber im Freien und im Wald stattfindet.
Den Luchs erleben
Nach dem Besuch des Wildtierbeauftragten für den Luchs Martin Hauser letzte Woche, sind die Kinder der Grundschule Hilpertsau diese Woche auf den Kaltenbronn gefahren, um im kühlen Wald noch mehr über den Luchs zu erfahren. Gut vorbereitet von einer Waldpädagogin und einer Försterin ging es mitten in den Wald, wo durch allerlei Spiele das Tierleben erlebbar gemacht wurde. Weil die Kinder besonders leise und aufmerksam waren, haben sogar 2 wildlebende Marder bei der Gruppe vorbeigeschaut. Ein Erlebnis das nicht jedem vergönnt ist. Die Referenten zeigten sich über den Wissensstand der Kinder sehr beeindruckt. Auch ein Vergleich zwischen einem Wolfschädel und einem Luchsschädel wurde durchgeführt. Am Ende wurde noch die Zeit bis zur Ankunft der Busse mit Filmen über den Luchs überbrückt und nach 5 Stunden waren die Kinder wieder an der Schule angekommen.
Lohn der Arbeit
Im Frühjahr hatte die Klasse 3 der Naturparkschule Hilpertsau zusammen mit einer Kräuterpädagogin die schuleigenen Hochbeete für die neue Saison vorbereitet. Nach der Aussaat bzw dem Einpflanzen der Gemüsesetzlinge wurden die Hochbeete durch die Klasse auch betreut, was zum Beispiel einen Gießplan beinhaltete.
Ende Juli war es dann soweit, das Gemüse wurde geerntet. Kohlrabi, Fenchel aber auch Kartoffel und Kräuter wurden abgeschnitten beziehungsweise ausgegraben. Unter Anleitung wurde das Gemüse gewaschen, geschnippelt, gewürzt und gegart.
Beim Essen der Ofenkartoffel und -fenchel, beim Kosten der Kräuterbutter mit frischem Brot und dem rohen Gemüse mit dem Kräuter Dip gab es auch überraschte Gesichter ... einige Kinder hatten sowas noch nie gegessen. Nach vorsichtigem Probieren wurde aber dann alles als gut befunden, verspeist und es blieb nichts übrig.
So hat sich der Aufwand der Hochbeet Betreuung für alle gelohnt.